Islandreisen.info

Island Reise – Offroad pick-up Camper – Frühwirth

Mietwagenreise „Offroad Pick-Up Camper“ – Frühwirth, August 2014, Heimat: Linz, Österreich

Lieber Hr. Pier!

Unser zweiter Urlaub in Island ist zwar schon wieder ein paar Wochen her, unsere vielfältigen und schönen Eindrücke jedoch nicht.

Auch dieses Mal erlebten wir Island als beindruckend schön und sehenswert, auch wenn uns nicht so viel Glück mit dem Wetter vergönnt war, als im Vorjahr.

Mit der Übernahme des Fahrzeuges klappte alles vorbildlich und wir können dieses Auto nur weiter empfehlen. Da wir sehr viele Stunden des Tages im Auto zubrachten, um von einer Sehenswürdigkeit zur anderen zu kommen, war der Sitzkomfort natürlich sehr angenehm. Den Platz in dem aufgebauten Eigenheim fanden wir zu Zweit sehr gemütlich und bequem, auch die Aufteilung des Raumes ist sehr gut durchdacht.

Pick-up-Camper-Hochland-Island

Die Routenführung war Dank Ihnen sehr ausgewogen und das Erreichen der Ziele dank GPS und Koordinaten fast immer leicht. Im Vergleich zum Vorjahr – 2013 – gibt es viel mehr asphaltierte Strassen, auf denen gut voran zu kommen ist. Einen Sturm der Verzückung lösten die vielen, niedlichen Papageitaucher in Latrabjarg bei uns aus. Im Hotel XY speist man sehr gepflegt und nach unserer langen Fahrt entspannten wir im heißen Hot Pot. Das Künstlerdorf Seládalur gibt es anscheinend nicht mehr oder wir haben es nicht gefunden, nur Kirche mit Friedhof. Der Dynjandi Wasserfall ist eine tolle Sache für jeden Fotografen. In einer ehemaligen Fabrikhalle in Djupavik sahen wir uns eine Ausstellung verschiedenster fotografischer Werke an, die sicher vielen Besuchern gefällt. Bis nach Krossnesslaug führte uns eine Schotterstrasse mit den herrlichsten Meeresausblicken, einfach toll.  In Nordurfjördur konnten wir die heimkehrenden Fischkutter bei der Entleerung des Tagesfanges hautnah miterleben. So große Fische sieht man nicht alle Tage!

Island-Fischfang

In Laugahöll genossen wir im alten Schwimmbad das herrlich warme Wasser. Von Blönduos aus fahren wir ein Stück die Str. Nr. 1 zurück um eine Kirche zu besichtigen. Die Kirche von Pingeyrar ist absolut eine Besichtigung wert, es wird eine Führung angeboten. Die Kirche besteht aus dunklem Gestein und das Altarbild ist aus Alabaster und wurde in Nottingham gefertigt. Unsere Fahrt geht weiter nach Hofsos, wo uns wieder ein Hot Pot zum Verweilen einlädt. Die Str. Nr. 76 führte uns nach Siglufjördur, einst ein großes Fischerdorf mit eigener Fischfabrik. Über Dalvik nach Akureyri, durch ein großes Event war keine Nächtigung am Campingplatz möglich. Unser Glück, denn wir fanden einen privaten, kleinen Stellplatz bei freundlichen Vermietern nahe von Hauganes.

Dort erlebten wir am nächsten Morgen eine Ausfahrt per Schiff zum Whale Watching. Das Wetter war gut und wurde bis zu Mittag immer besser. Wale erlebten wir in großer Ferne, aber viele Delfine zeigten uns stolz ihre Künste im Wasser, unsere Kameras klickten im Dauerlauf. Auf der Fahrt zum Myvatn See erklommen wir den Kraterrand des Hverfjall. Stellplatz am Myvatn See, sehr gepflegt und sauber. Wir blieben eine weitere Nacht, um am nächsten Morgen einen Ausflug zum Namaskard und Namafjall zu machen. Der Viti des Krafla, strahlt mit seinem türkisblauen See. Mit Holzstegen und breiten Wanderwegen ist die Umrundung des Vulkan Leirhnjúkur fast ein Muss, Aussichtsterrassen ermöglichen Einblicke in das immer noch heiße Innenleben des „ jüngsten Lavafeldes Islands“ und die Landschaft leuchtet in bunten Farben.

Kratersee Viti Island

Über Varmahlid zur Hochlandstrasse 734 zum Stausee Blöndulón geht unsere Fahrt, bei einer Abzweigung auf die 35 er, vorbei an Afangi, Saudafell und über die Hochfläche Dufunesfell zum Hveravellir Campingplatz. Die F 347 führte uns ins Kerlingerfjöll. Bizarr, dann wieder lieblich mit bunten Bergen und mäanderten Bächen, die glasklares Wasser führten, so präsentierte sich uns die Landschaft.. Für uns war es so atemberaubend schön, dass wir sofort noch einmal diese Landschaft besuchen möchten. Weißer Dampf stieg aus vielen Schlammlöchern und es roch natürlich nach Schwefel, doch die grüne Farbe der Berge, denen viele andere Farben in den Rinnen zugeordnet waren, ließ unser Fotografenherz höher schlagen.

Island-Geothermiefeld

Weiter zum Gullfoss und Geysir und von dort nach Landmannalauga. Die Attraktivität von Landmannalauga und seine Einzigartigkeit blieben leider auf der Strecke. Durch Verrohrungen der Furten gelingt es vielen Tagesgästen den Platz zu erreichen, der aus allen Fugen platzt. Die große Entschädigung war die Fahrt auf der F208 mit seinen kurvigen und steilen Straßen im Nationalpark Eldgia, die Furten erlebten wir als Abenteuer.

Island-Hochlandstrasse

Skaftafell mit seinem Jökull sahen wir im Abendlicht. Vom Campingplatz führte uns der Weg am Morgen zum Svatifoss mit seinen hängenden Basaltsäulen. Weiter geht die Reise zum Jökulsalon, deren blaue Lagune eine Fahrt mit einem Amphibienfahrzeug erlaubt. Wie 1000jähriges Eis schmeckt, lernt man uns dort.

Island--Gletscherlagune

Seljalandsfoss, im Abendlicht mit Regenbogen genossen, auch hier pure Begeisterung über die Schönheit des Landes. Nur noch Pingvellir fehlte in der Sammlung der Besichtigungen, strahlender Sonnenschein und blauer Himmel bildeten den perfekten Hintergrund für unsere Fotos. Die letzte Station unserer Reise war ein Stadtrundgang durch Reykjavik mit seiner lieblichen Altstadt, der mächtigen Hallgrimmskirka und seinen kleinen Gassen. Alles in Allem, ein gelungener Urlaub, mit den vielfältigsten Eindrücken, wunderschönen Landschaften und stillen Momenten des Genießens und dem Wunsch wieder zu kommen.

Über die Campingplätze gibt es zu berichten, dass viele sehr gut in Schuss sind, manche etwas nachbessern könnten, bis auf eine einzige Ausnahme, im negativen Sinn.

Die freundliche Aufnahme und das unkomplizierte Platzangebot sind für uns wieder ein Zeichen dafür, dass die Isländer ein freundliches und zuvorkommendes Volk ist. Die Supermärkte waren in ausreichender Anzahl vorhanden, so dass eine ausreichende Selbstversorgung gewährleistet war.

Liebe Grüße aus Linz – Heinz u. Christa Frühwirth