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Mietwagenreise Langer – Hoher Offroadanteil

Mietwagenreise Langer, Juli 2014, Heimat: Salzburg, Österreich

Herr Langer hat IslandReisen.info seinen sehr spannenden Reisebericht zur Verfügung gestellt. Für Ihn wurde eine maßgeschneiderte Reise nach eigenen Vorstellungen mit einem hohen Offroadanteil geplant.

Email vom 10.9.14:

Island – Insel aus Feuer und Eis

Größe 103.000 km², 319.000 Einwohner
Reisezeitraum: 14. – 30. Juli 2014
Polyglottbewertung: ***eine Reise wert **einen Umweg wert *sehr sehenswert

Mo. 14.7. Anflug Keflavik‚ Transfer nach Reykjavik zu unserem Hotel „Hilda“. In bester Lage. Hier werden wir noch zweimal wohnen. Spaziergang ins Zentrum und zum alten Hafen ins legendäre „Restaurant Seabaron“, extrem rustikal, aber die beste Hummersuppe der Welt (behaupten die von sich selbst), in jedem Fall sensationell (wir haben noch nie eine annähernd so gute gegessen), sind dann auch noch zweimal hier her gekommen. Von der Wachsfigur in der Ecke fühlt man sich ständig beobachtet (Der Gründer – ein Fischer, no na). Spaziergang Hafen mit neuem Konzert und Kongresshaus Harpa. Eingeschlafen 23:00 Uhr – aufgewacht 06:00 Uhr (Es ist nur von 24 Uhr – 3 Uhr finster).

Di. 15.7. Abholung Leihwagen – Dacia Duster statt Golf (Km-Stand 4754) Nach anfänglicher Enttäuschung hat sich herausgestellt, dass dies ein ganz tolles Auto mit 4×4 ist. Fahrt in den eleganten Stadtteil Seltjarnarnes, Foto auf Reykjavik und Weiterfahrt auf die Halbinsel Reykjanes zur Landspitze Gardskagi**, wo zwei Leuchttürme stehen, wovon der eine der höchste Leuchtturm von Island ist. Hier sehen wir zu unserer Überraschung einen Wohn-LKW mit Kremser Kennzeichen! Später stellten wir fest, dass relativ viele Leute aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Holland, Dänemark usw. mit dem eigenen Wagen kommen. Die Überfahrt kostet zwar € 5.000.-, aber bei den Mietwagenpreisen für Geländewagen zahlt sich das, vor allem wenn man einige Wochen bleibt, aus. Nächste Station ist die Brücke zwischen den Kontinenten (Continental – Bridge). Sie überspannt den Graben zwischen der eurasischen und der nordamerikanischen Kontinentalplatte, welche hier sichtbar werden, da sie hier an die Erdoberfläche kommen (nur an wenigen Stellen zu sehen). In dieser Region befindet sich auch das Geothermal Kraftwerk Virkjan. Aus 2000 – 3000 Meter Tiefe tritt ca. 300° heißes Wasser aus. Die Leistung beträgt 100 MW. Weiter geht´s zur größten Sehenswürdigkeit der Halbinsel, der Blauen Lagune ** mit ihrem 40° heißen milchig-blauen Wasser, welches durch Kieselalgen entsteht. Von hier fahren wir zurück nach Reykjavik und weiter nach Norden, eine Meeresbucht umrundend nach Borganes. Laut Egils Saga wurde hier der Vater Egils nach Wikingerart in voller Rüstung mit seinem Pferd beigesetzt. Sehr schönes Hotel mit Hot Pot und Golfplatz. Km 5068 = Km 314

Mietwagenreise Island

Mi. 16.7. Fahrt nach Norden auf die Halbinsel Snaefellsnes. Erste Station Budir. Die schwarze Budakirkja wurde 1848 erbaut und ist in ganz Island bekannt, ebenso das Hotel Budir, welches an einem der schönsten Strände Islands liegt und wo auch Islands Präsident absteigt. Unser Veranstalter hat hier geheiratet. Weiter geht’s über die Piste F 570** (F steht für Hochlandpisten und ist nur für Geländewagen erlaubt, hier hat sich unser Duster zum ersten Mal bewährt) in den Snaefellsjökull-NP**, mit dem gleichnamigen Gletscher und einem der schönsten Vulkane des Landes. Besuch der sogenannten Sönghellir (Gesangshöhlen). Von der Passhöhe (700 m) hat man einen herrlichen Ausblick über die Halbinsel. Zurück an die Küste nach Arnastapi (Adlerfelsen). Die fast 6 m hohe Lavastein Skulptur, soll auf den ersten Siedler Snaefellsnes erinnern. Nächste Station Londrangar. Die Felsgebilde im Meer sind 71m und 54m hoch. Djupalonssandur – weitere attraktive Felsgebilde am Meer. Saxhöll Vulkankrater – toller Ausblick. Hellissandur – 2 Häuschen mit Grasbewuchs – Original Fischerhäuser, im Hintergrund die Schneeberge des NP. Islandpferde – große Schmuser. Bjarnarhöfn. Gammelhai Museum. Hier wird der Hakarl (Gammelhai) erzeugt (vergammelt?). Verwendet wird nur der Grönlandhai, der ca. 5 Meter lang und ca. 600 kg schwer ist. Früher wurde der Hai für mehrere Monate eingegraben, bis sich die Harnsäure aus dem Körper verflüchtigt hat, da er erst dann genießbar war. Heutzutage wird er zerlegt und ca. 4 Wochen in eine Holzkiste gepackt – danach kommt für ca. 4 Monate ins Trockenhaus – immer ohne Gewürze, weder Salz noch sonst was wird beigefügt, außen ist er dann schwarz, wenn man hineinschneidet, ist das Fleisch ganz weiß. Stykkisholmur – ausgefallene Kirche – angeblich schönstes Fischerdorf Islands, (1100 Einw.) KM 5350 = Km 282

Kirche-Budir1

Do. 17.7. 9 Uhr Fährüberfahrt nach Brjanslaekur zu den Westfjorden (2 ½ Std.). Weiterfahrt nach Latrabjarg**, dem westlichster Punkt Europas (am Parkplatz steht ein riesiger roter Gelände-LKW aus Dachau). Die 14 km lange Küstenlinie mit bis zu 450 m hohen Klippen gilt als einer der schönsten und spektakulärsten Vogelfelsen der Welt. Viele Millionen von Vögel, wie Papageientaucher, zahlreichen Möwenarten und viele andere Vogelarten brüten hier. Auf der Rückfahrt Abstecher zum sehr schönen Strand von Raudassandur – hier wurden wir von wütenden Schwalben attackiert und mussten umkehren. Blaues Fußgängerschild mit Aufsteckfrisur. Wieder eine schwarze Kirche. Fahrt zur anderen Seite der Bucht – sensationelle Stimmung. Ältestes Stahlschiff Islands. Teich mit Inseln. Patreksfjödur (600 Einw.) Km 5550 = Km 200

westfjords, iceland

 Fr. 18.7. Weiterfahrt auf sehr schlechten Erd- und Schotterpisten nach Norden. Es wird immer schneereicher. Dutzende Wasserfälle am Weg, über die Hochebene Dynjandisheidi erreichen wir den größten Wasserfall Westislands, den Dynjandi** (der Donnernde) mit einer Fallhöhe von 186 Meter. Leider hat es hier sehr stark geregnet. Nach langer Fahrt passieren wir einen 6 Km langen dunklen einspurigen Tunnel mit Gegenverkehr, mit Ausweichen! – abenteuerlich – habe ich noch nirgends gesehen. Mit total verdrecktem Auto erreichen wir Isafjördur (2900 Einw. – eine richtige Großstadt mit Kaffeekonditorei!), den nördlichsten Punkt unserer Reise. Von hier sind es nur noch ca. 50 Km zum Polarkreis. Besuch der 3 ältesten Häuser der Stadt, welche das Verwaltungszentrum für die gesamte Westfjord-Region ist. Hier reicht der Schnee bis auf Meeresniveau. Der Baustiehl des blauen Hauses ist typisch für Island. Besuch des Polarfuchsmuseums, das über das einzige heimische Säugetier Islands sehr professionell informiert. Weiterfahrt auf der 200 Km langen fantastischen Küstenstraße entlang von 5 tiefen Fjorden und weiter Richtung Süden, wunderschöne Rundfahrt auf der Halbinsel Drangsnes. Übernachtung in BB XY (Riesige Farm – 3 Einw.) KM 6087 = Km 537

Sa. 19.7. Herrliche Fahrt nach Süden entlang des Hrutafjördur, von da über einspurigen Hochlandpisten, die den Duster an seine Grenze brachten, vorbei an Gletschern zu den Wasserfällen Hraunfossar**, einem der schönsten Wasserfälle Islands (ungewöhnlich, da das Wasser aus den Felsen kommt) und dem Barnafoss (Kinderwasserfall). Weiterfahrt nach Reykjavik ins Seabaron auf eine Hummersuppe und eine Pizza um schlappe € 20.-. Km 6363 = Km 276. Gesamt gefahren Km 1609.

So. 20.7. Autotausch: Dacia Duster (ist ein wirklich ganz tolles Auto) gegen den wesentlich größeren Toyota Landcruiser für unsere Hochlandabenteuer. Km-Stand 31678. Fahrt zum Golden Circle (am Weg Steinskulpturen am Pingvalla-See), beginnend mit Pingvellir** (UNESCO-Weltkulturerbe). Das alte Parlament „Pingvellir“ (Ebene der Volksversammlung) wurde 930 n.Chr. von norwegischen Wikingern gegründet und ist somit eines der ältesten Parlamente der Erde. Die Gesetze wurden vom Lögberg (Gesetzesfelsen), den bis zu 5000 Zuhörern auswendig vorgetragen. Im Jahr 1000 wurde die Zugehörigkeit zum Christentum beschlossen. Das Parlament liegt direkt am spektakulären Grabenbruch, genannt Almannagja (Allmännerschlucht), zwischen der amerikanischen und europäischen Kontinentalplatte, mit herrlicher Aussicht auf die tieferliegende Landschaft. Stori*, der große Geysir ist der Namensgeber für alle Geysire, eruptiert jedoch nur mehr sehr selten. Der viel kleinere Bruder Strokkur** (Butterfass) spuckt dafür alle 5 – 10 Minuten 25 bis 35 Meter hoch. Der Gullfoss** (Goldfall) stürzt über 2 Stufen insgesamt 30 Meter in die Tiefe. Nochmal Strokkur bei Spaziergang am Abend. Km 31815 = Km 137

Mo. 21.7. Fahrt Richtung Norden über die Kjölur-Piste** (Wasserscheide), mit 160 Km die zweitlängste Hochlandpiste Islands, welche zwischen den Gletschern Langjökull und Hofsjökull verläuft. Etwa auf halber Strecke erreichen wir das Hochlandzentrum Hveravellir**, welches auf 650 Höhenmetern liegt. Hier ist eines der berühmtesten Geothermalgebiete Islands mit Schlammquellen und Fumarolen (Dampfaustrittsstellen), fauchenden Vulkanen, runde Quellen (Bläher), typischen Grasdachhäusern, Sinterterrassen und einem heißen Pool. Weiterfahrt auf der Kjölur-Piste. Ca. 90 Km nördlich erreichen wir die Ringstraße und besuchen auf der Fahrt Richtung Osten die alte Torfkirche Vidimyrarkirkja* bei Varmahlid, welche 1834 aus sibirischem Treibholz errichtet wurde. Weiterfahrt nach Akureyri, der viertgrößten Stadt Islands (17 700 Einw.), im 9. Jh. von Helgi dem Mageren, am 50 Km tiefen Eyjalfördur gelegen, gegründet. Nach einem kurzen Spaziergang durch die charmante Innenstadt, einer Kaffeepause, einem Hafenrundgang, vorbei am Konzert- und Kulturzentrum „Hof“, fahren wir zum Godafoss* (Götterwasserfall), zwar nur 12 Meter hoch aber 100 Meter breit. Km 32193 = Km 378

Di. 22.7. Fahrt entlang dem Namafjall – Solfatarengebiet. Dampfschwaden, infernalischer Gestank. In diesem Hochtemperaturgebiet blubbert heißer Schlamm aus Erdlöchern und bildet vielfarbige Mineralablagerungen. Leider hat´s geregnet. Weiter zum Dettifoss**, dem wasserreichsten Wasserfall Europas, 100 Meter breit und 44 Meter tief! Weiter geht´s zum Selfoss und zum Hafragilsfoss. Danach herrliche Fahrt auf Supererdstraße nach Asbygri** und weiter nach Husavik (2 200 Einw.) die Walhauptstadt der Insel (Rund um Island leben über 20 Arten der sanften Riesen). Von hier sind es noch ca. 50 Km bis zum Polarkreis. Hübsche Kreuzkirche, 1907 aus norwegischem Holz gebaut. Hafenansicht mit Blick über den Fjord auf die nächste Halbinsel. Wir buchen ein Schnellboot, weil dies beim Auftauchen des Wals schneller da ist. Wir hatten das Glück bei unserer ersten Wahlbeobachtungsfahrt, einen Buckelwal mehrfach auftauchen (mit Fontäne) und abtauchen (mit senkrechter Schwanzflosse), sowie Papageientaucher zu sehen. Sehr schön anzusehen auch die anderen Schiffe und die verschneiten Berge des Fjordes. Kaffeepause in einem hübschen Hafenlokal. Km 32443 = Km 250

Mi. 23.7. Heute beginnt unser großes Hochlandabenteuer! Wir fahren entlang des Nordufers des Myvatn*** (Mückensee) und weiter über die Hochlandpiste F 88 Richtung Askja**, eine der größten Sehenswürdigkeiten Islands. Auf dieser spektakulären, ca. 100 Km langen Fahrt, sind einige Flüsse zu queren, hier toben sich die Isländer mit ihren Super-Jeeps aus. Es geht durch Sand- und Geröllwüsten, vorbei an der Oase Herdubreidarlindir und am 1682 m hohen Vulkan Herdubreid** (Breitschulter). Weiter durch das größte zusammenhängende Lavafeld Europas Odadahraun (Wüste der Missetäter). Hier hat die NASA in den 60-er Jahren, im Rahmen des Apolloprogramms, mit Neil Armstrong für die Mondlandung geprobt. Nach einer 3 km langen, ziemlich anstrengenden Wanderung, zu 95 % über ein Schneefeld, erreichen wir den gewaltigen Askja** – Einbruchkrater, welcher zuletzt 1961 aktiv war. Der darin befindliche Calderasee Öskluvatn ist mit 220 m der tiefste See Islands. Unmittelbar daneben befindet sich der besonders attraktive kleine Viti-Krater, dessen Wasser normalerweise milchigblau ist. 2 Tage zuvor hat jedoch einen gewaltiger Erdrutsch, der nach ersten geologischen Untersuchungen eine ca. 120 Meter hohe Flutwelle auslöste, das Landschaftsgebiet völlig verändert, zum Glück geschah dies in der Nacht, da es sonst viele Tote gegeben hätte. Das größte Island-Abenteuer, die ca. 120 Km lange Fahrt auf der F 910 direkt zur Sprengisandur-Piste war nicht möglich, da die Piste noch immer wegen großer Nässe unpassierbar und deshalb nach 11 Km gesperrt war, weshalb wir auf der F 88 zurück-fahren mussten. Wir umrundeten den Myvatn-See*** auf der Südufer-Straße, und besuchen zuerst die Lavagebilde von Dimmuborgir (düstere Felsen), die vor 2500 Jahren entstanden und die Überbleibsel eines Lavasees sind. In der Isländischen Mythology ist dies der Unterkunftsort für Elfen und Trolle. Bei der Weiterfahrt sehen wir in der Ferne den Ringwallkrater Hverfjall. Die nächste Sehenswürdigkeit ist das geologische Phänomen die Pseudokrater von Skutustadir. Km 32840 = Km 397

Fellinger3

Do. 24.7. Heute fahren wir zurück Richtung Süden, über die F 26 die Sprengisandur-Piste, welche mit 213 Km die längste Hochlandpiste ist, zum Hochlandzentrum Hrauneyjar. Wir fahren durch eine äußerst abwechslungsreiche und sehr beeindruckende Landschaft, vorbei am Aldeyarfoos, über die 70 Km lange grauschwarze Hochlandwüste, welche nur aus Steinen, Sand- und Vulkanasche besteht, nur gelegentlich gibt es ein bisschen Vegetation, vorbei am größten Gletscher Europas dem „Vatnajökull“. Zahlreich Flüsse sind zu Furten, extreme Wetterumschwünge von Sonne bis Starkregen und manchmal alles zur gleichen Zeit. Im Hochlandzentrum Hrauneyjar müssen alle die Schuhe ausziehen (leichter Mief, auch ohne mein Zutun), obwohl es sich um die mit Abstand einfachste Unterkunft handelt. Km 33106 = Km 266

Fr. 25.7. Zuerst fuhren wir auf der F 225 zu Islands bekanntesten Vulkan, die 1491 m hohe Hekla**. Bis ins 17. Jh. galt die Hekla** in ganz Europa als Tor zur Hölle. Der längste Ausbruch dauerte 2 Jahre, der letzte war 1947. Die einspurige Zufahrtspiste sowie die relativ weite Auffahrt über Schotter und Vulkanasche war mit gelben Stangen markiert. An deren Ende folgten wir den Reifenspuren, wobei diese immer weniger und das Gelände immer steiler und schmäler wurde. Zum Schluss waren die letzten Meter selbst für unseren Landcruiser im niederen Getriebe und im 1. Gang mit sehr guten Reifen eine Herausforderung. Spuren anderer Fahrzeuge waren jetzt nicht mehr zu sehen. Das Umkehren im steilen und schmalen Gelände, ohne seitlich zu kippen und die extrem steile Abfahrt über die Vulkanasche (es fing auch noch zu regnen an) sodass der Landcruiser zeitweise zu rutschen begann, war schon sehr abenteuerlich. Weiter ging es auf der F 225 durch eine traumhafte Landschaft mit einigen Flussdurchquerungen nach Landmannalaugar**, im Nachhinein betrachtet die schönste Strecke Islands. Bei Landmannalaugar** handelt es sich um ein Trekkingdorf, Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen. Bemerkenswert die Mountain Mall (offen von Juni bis 15.Sept.) und die Waschgelegenheit, von den Toiletten nicht zu reden. Der natürliche Heißwasserpool und der Zufluss haben eine Temperatur zwischen 35 – 40°, die Außentemperatur betrug 9°, dazu wehte ein heftiger, saukalter Wind. Landmannalaugar** ist bekannt als größtes Rhyolithgebiet Islands (unglaublicher Farbenreichtum – leider schlechtes Fotowetter) und Laugahraun** für sein Obsidianfeld. Wir fahren weiter durch eine herrliche Landschaft über die Hochlandpiste F 208 und queren unzählige Furten auf unserer Fahrt über Ediga* Richtung Südküste. Von da fahren wir weiter auf der F206, durch einige Flüsse, zum Laki-Krater**, welcher im Vatnajökull-NP*** liegt. Dies ist der größte Nationalpark Europas, mit dem größten Gletscher Europas (810 Km², 560 m dick). Wir machen einen etwas anstrengenden 1-stündigen Rundgang über steilen Fels + Moos und werden dafür mit schönen Ausblicken belohnt. Zurück fahren wir auf der neuen F 207 Ringstraße durch eine beeindruckende Vulkanlandschaft zur F 206 und auf dieser über die Ringstraße nach Kirkjabaejarklaustur. (120 Einw.) Km 33399 = 293 Km

Langer2 Hekla

Langer4

Sa. 26.7. Fahrt entlang der Südküste zur einmaligen Gletscherlagune Jökulsarlon**. Blassblaue Eisblöcke, die von der Gletscherzunge des Vatnajökull abbrechen, treiben im bis zu 180 m tiefen Wasser der 9 Km x 4 Km großen Lagune und von hier ins Meer. Bei einer eindrucksvollen Fahrt mit einem Amphibienfahrzeug erfahren wir, dass in 40 Jahren die Gletscherzunge verschwunden sein wird und in ca. 150 Jahren der ganze Gletscher, sollte es zu keiner Klimaänderung kommen. Als aufmerksame Touristen schenkt man uns ein 800 Jahre altes Eis. Spaziergang zum Meer zu den treibenden Eisblöcken, schon eindrucksvoll. Auf der phantastischen Rückfahrt besuchen wir den Skaftafell-NP**, ein sehr schönes Wandergebiet. Km 33660 = Km 261

So. 27.7. Fahrt zum tiefschwarzen Lavastrand Reynisfjara mit Blick auf die Reynisdranger-Säulen im Meer. Gedenkstein für deutsche Seeleute. Stinkefinger Hello Kitty. Große Höhlen und Basaltsäulen. Fahrt zum Kap Dyrholaey, dem südlichsten Punkt Festland-islands mit seinen gewaltigen Steinbögen. Weiter geht´s zum Skogarfoss**, bedeutet Waldwasserfall (62 m h – 25 m b). Nächste Station ist der 40 m hohe Seljalandsfoss*. Von hier geht es über die Piste F 249 weiter in das großartige Naturreservat Porsmörk**. Wegen der zahlreichen reißenden Flüsse, die hier zu furten sind, wird von der Fahrt abgeraten. Wir sind aber problemlos bis zum Talende gekommen. Bei der Rückfahrt waren die meisten Flüsse reißender, tiefer und breiter. Volle Konzentration. Hier war es besonders wichtig auf andere Autos zu warten um zu sehen wie’s geht. Jedenfalls war diese Fahrt gemeinsam mit der Fahrt auf die Hekla unser größtes Urlaubsabenteuer ever! Fahrt zum Hotel xy, einem für Island sehr ungewöhnlichen Holzhaus Km 33914 = Km 254.

Mo. 28.7. Unseren Ausflug auf die Westmännerinsel viel wegen Starkregen, Sturm und hohem Wellengang ins Wasser, die Fähre fuhr nicht, die freundliche Angestellte empfahl uns einige Orte entlang der Südküste zu besuchen und rücküberwies die Fährgebühr. Zuerst fuhren wir ins „Künstlerdorf Stokkseyri“?, naja ganz lustig der gehäkelte Gartenzaun, danach nach Porlakshöfn – den bedeutendsten Hafen Islands für Lobbsterfang. Hier erfuhr ich endlich wofür die eigenartigen Metallplatten am Bug der Schiffe benötigt werden (Um die Schleppnetze in Position zu halten). Fahrt zum roten Leuchtturm (ein letztes kleines Abenteuer), sehr hoher Wellengang – auf der Fähre hätten wir wahrscheinlich g`spiem (Übergeben). Besuch der Strandakirka mit Miniaturhausnachbildungen und kleinen Gräbern. Fahrt über Krisuvik (Geysirfeld mit schönen farbigen Mineralablagerungen) nach Norden zu unserem Ausgangspunkt nach Reykjavik. Rückgabe des Leihwagens bei Km 34.158 = Km 244

Langer1

Gesamt Km 2480 + Km 1.609 (Duster) = TOTAL Km 4.089 : durch 14 Tage = 292 Km Tagesdurchschnitt.

Di. 29.7. Spaziergang durch Reykjavik**, Seele baumeln lassen, Urlaubsausklang genießen und abends natürlich ins Seabaron auf die beste Hummersuppe der Welt!

Mi.30.7. Transfer zum Flughafen und Heimflug.