Islandreisen.info

Mietwagenreise „Offroad“

Stefan Großmann und Gabriele Leuer, Juni/Juli 2013, Heimat: Deutschland

Was hatten wir nicht alles erlebt. Wir saßen in der coolsten Badewanne der Welt bei Landmannalaugar, haben den Toyota Landcruiser durch kleine Flüsse geschickt, haben am Jökulsarlon 10.000 Jahre altes Gletschereis gekostet, Hákarl, den berühmt-berüchtigten fermentierten Hai probiert, bei sonnigen 16°C in Husavik geschwitzt, am Myvatn garstigen Mücken getrotzt, bei 3°C und Schneeregen auf der Kjölur gefroren, die Finger am heißen Dampf des Leirhnjúkur verbrannt und sind in der Harpa offiziell zu Isländern ernannt wurden.

Aber was war der Höhepunkt der vielen schönen Erlebnisse zwischen Feuer und Eis? Ich würde sofort sagen, der Landcruiser und alle Offroadpisten die ich unter die Räder nehmen konnte, was allerdings den Protest meiner Freundin nach sich ziehen würde. Denn der beeindruckendste Moment war doch der Papageitaucherfelsen am Borgarfjördur.

Ganz hinten am Ende der Straße 94 erreicht man auf einer Holzplattform einen traumhaften Ort. Es sollen hier 500 Papageitaucherpaare brüten. Der überfüllte Felsen bestätigt das. Wen kümmern 7°C, graue Wolken und Regen, wenn man hier sein darf. Alle Besucher halten förmlich den Atem an und jeder bewegt sich extrem langsam, vorsichtig und flüstert nur das Notwendigste, irgendwie immer im Gedanken, ein lauter Schritt könnte das Wunder aus vielen kleinen Meeresvögeln mit einem Male in alle Winde verscheuchen. Auch wir halten inne angesichts des bunten Gewusel der Vögel beim Brüten, Flügelschlagen, Starten, Landen, Kuscheln, Gefieder putzen und wir wollen so gar nicht mehr fort.

Ein magischer Moment, den man erst verlässt, wenn der Film voll ist und die Füße festgefroren sind. Wer auf Island ist, sollte sich unbedingt eine Stunde Zeit nehmen für diesen oder einen anderen der zahlreichen Felsen mit Papageitaucherkolonien.

Wir möchten ein Dankeschön an Christopher Pier und Islandreisen.info sagen für die sehr gute Organisation und die perfekte Individualisierung unserer Reise, sowie die sehr gute Beratung und Erreichbarkeit (nicht zuletzt in Reykjavik persönlich, aber das war eher ein schöner Zufall.)

Wir sagen Danke für einen wunderschönen Sommerurlaub, nicht nur der „Lundi“ wegen.

Stefan Großmann & Gabriele Leuer

Leuer