Eine Rundreise der Gefühle

Reisezeitraum: Mai 2015

Reykjavik empfang uns Anfang Mai mit strahlendem Sonnenschein, während der Rest von Europa im Nebel und Regen versank.

Unsere Reise startete Richtung Westmänner-Inseln. Leider verhinderte der starke Wind eine Überfahrt. Entlang der Südküste, in der Nähe des Vulkans Eyjafjallajökull, bestaunten wir dafür andere Besonderheiten: z.B den Skogafossder 60m in die Tiefe stürzt, oder die Steilklippen von Dyrhólaey. Die Windböen peitschen die Wellen meterhoch gegen die Klippen.

Ein Abendspaziergang (die Sonne geht ja erst so gegen 23h unter) entlang des schwarzen Strandes von Vik ist wunderbar. Die nächste Etappe führte uns zum „schwarzen Wasserfall“ Svartifoss und zur Gletscherlagune Jökulsàrlon. Entlang den Ostfjorden ging´s nach Egilstadir und schließlich ins Myvatn Seengebiet, wo sich leider schlechtes Wetter einstellte. Bei eisigem Wind besuchten wir das Geothermalgebiet Krafla (der schwefelige Geruch lag schon länger in der Luft) und das Lavagebiet Dimmuborgir. Auf dem Weg nach Akureyri gab´s noch einen Abstecher zum vereisten Godafoss.

Richtung Stykkisholmur verbesserte sich das Wetter zusehens und es wurde wieder fast wolkenlos. Einen weiteren Tag verbrachten wir im Nationalpark Snaefellsjökull und fuhren die ganze Halbinsel aus. Hier hatten wir auch das beeindruckendste Urlaubserlebnis: vom Strand aus konnten wir Seevögel beobachten, die sich wie Torpedos ins Meer stürzten um in den Genuss einiger Fische zu kommen, die von Orkas an die Oberfläche getrieben wurden – ein Naturschauspiel par excellence.

Strahlender Sonnenschein begleitete uns auch am letzten Tag , und er Urlaub endete mit einem gemütlichen Bummel durchs frühlingshafte Reykjavik.

Judith Kelderer und Robert Gritsch